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Geschichte

 

   

Der Erfinder 

Das BerkelBike ist das geistige Kind von Rik Berkelmans. Berkelmans besitzt Diplome in Toxikologie (Uni Nimwegen) und als Physiologe (Uni Amsterdam). Bedingt durch diesen Ausbildungshintergrund, weiß er um die Wichtigkeit der physischen Ertüchtigung für den menschlichen Körper. Schon schnell begriff er, dass mit einer Querschnittslähmung erhebliche indirekte Gesundheitsprobleme einher gehen. Gewebe, das kaum oder überhaupt nicht mehr benutzt wird, nimmt in seiner Qualität stark ab. Dieses Phänomen findet seinen Ausdruck in der Entstehung von Dekubitus im Bereich der Sitzfläche und an Füßen und deren Gelenke. Während die öffentlichen Gesundheitsinstitutionen darauf drängen, dass jeder Einzelne sich körperlich mehr betätigen sollte, wurde es Berkelmans bewusst, dass diese Forderung von Menschen, die ihre größten Muskeln nicht mehr benutzen können, nicht erfüllt werden kann. Intensives Armtraining bietet dahingehend auch keine Lösungsmöglichkeit, da die relativ kleinen Muskeln schnell zur Ermüdung neigen, noch bevor ein konditionelles Training stattfinden kann. Das Einzige, was dabei trainiert wird, ist die Armmuskulatur, aber eben nicht die allgemeine Kondition. So ist es dann auch nicht verwunderlich, dass selbst Rollstuhlsportler die Ausdauersport betreiben Oberkörper besitzen, die denen von Bodybuildern in nichts nachstehen.

 

 

 

Finanzierung 

Im Jahre 2000 beschloss Berkelmans seinen Plan in die Tat umzusetzen. Dies konnte aber nicht innerhalb seiner Arbeit im Physiklabor der Universität Nimwegen geschehen. Also wurde ausgiebig im Internet nach möglichen Finanzierungsmöglich-keiten recherchiert. Im selben Jahr gelang es mit Hilfe der fantastischen technischen Zeichnungen von Bauke Muntz in Folge den Jahrtausendpreis (45.000 €) sowie Fördermittel des Nationaal Revalidatie Fonds (NRF) und der Wirtschafts-förderung zu erlangen. In 2002 wurden zusätzliche Gelder erschlossen, indem der Herman Wijffels Förderpreis gewonnen werden konnte. Zusätzlich wurden erhebliche Beträge durch das Bauunternehmen Koninklijke Wessels Stevin gespendet, welche durch den NRF zur Verfügung gestellt wurden.

 

Nach Fertigstellung eines gut funktionierenden Prototyps, fand eine klinische Erprobungs- und Forschungsphase in Zusammenarbeit mit der Reha Institution St. Maartenskliniek und der Uniklinik Nimwegen, UMC Radboud statt. Dies geschah mit Mitteln aus dem Regionalen Europäischen Innovationsfonds.

 

 

 

Produktion  

Die ersten 5 Prototypen des BerkelBikes wurden durch die Firma Flevobike hergestellt. Dieses Ingenieurbüro ist spezialisiert auf Fahrzeuge die durch Menschen angetrieben werden. Die nachfolgenden letzten 3 Prototypen wurden durch Nijland Revalidatie Techniek gefertigt, wobei Machbarkeit eine wichtige Rolle einnahm.

 

Der erste Prototyp der Elektronik wurde durch einen Kollegen von Rik Berkelmans, Peter Claus, an der Universität Nimwegen mit großer Unterstützung von Ben van den Dolder von Syntens gefertigt.

 

Der zweite Prototyp wurde durch JWA Systems hergestellt, dieser funktionierte genauso gut wie der erste, war aber um die Hälfte kleiner und besaß mehr Einstellmöglichkeiten. Von 2004 bis 2007 fanden alle Entwicklungen auf dem Gebiet der Software und der Elektronik in einem Jointventure zwischen BerkelBike BV und Brainquiry R&D statt.

 

 

 

Die Idee 

Um dieses Problem zu beseitigen war das Hauptziel, die Beinmuskulatur wieder zu reaktivieren. Dabei war auch der Gesichtspunkt der Therapietreue sehr wichtig. Diese sollte erreicht werden, indem die Benutzung des Geräts für den Benutzer attraktiv gestaltet werden sollte. Auf diese Weise wurde das BerkelBike geboren. Aktivierung der Beinmuskulatur mittels Funktioneller Elektrischer Stimulation (FES), in Kombination mit Handbikefahren und dies alles an- und abkoppelbar beim vorhandenen Rollstuhl.

 

BerkelBike BV 

Nach dem Gewinn des Jahrtausendpreises, beschloss Rik Berkelmanns seine Arbeitsstelle an der Uni nur noch halbtags auszuüben. Im Oktober 2002 wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit, kündigte seine damalige Stelle und mietete Büroräume im universitären Technologie-Zentrum an.

 

Am 6. März 2003 fand der Übergang von einem Einzelunternehmer in eine GmbH statt.

 

 

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